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23.07.2018 13:14 Age: 27 days

CSN Ehlersdorf 2018


Jörg Naeve

Sieger Hans-Thorben Rüder

Jens Baackmann

Sven Gero Hüneike Sunshine Brown

Ehlersdorf. Jackett trägt diesen Sommer schon lange keiner mehr im Parcours. Ungeachtet der Hitze erbrachten Pferde und Reiter am vergangenen Wochenende auf der Reitanlage von Jörg Naeve in Ehlersdorf Höchstleistungen. Höhepunkt war das gestrige Drei-Sterne-S-Springen mit Stechen: Top besetzt – und mit 59 Startern in einem nationalen Springen stark frequentiert – endete der Große Preis mit einem Sieg vom Fehmaraner Hans-Thorben Rüder auf Singu.

 

„Ein Top-Turnier mit Top-Bedingungen“, lobte der 44-Jährige, der seit 13 Jahren in Greven beheimatet ist. „Es war ein tolles Wochenende, meine Pferde haben viel gelernt“, so der Profi, der mit vier Pferden angereist war und 2800 Euro für den Sieg verdiente. Bereits am Sonnabend hatte der gebürtige Fehmaraner mit dem selben Pferd eine gute Leistung gezeigt – schnellste Zeit, aber einen Fehler (Platz 23 in einem starken Feld aus 78 Startern). Auf Platz zwei im Hauptspringen kam ebenfalls ein Fehmaraner, der Deutsche Meister der Jungen Reiter 2016, Sven Gero Hünicke mit Sunshine Brown.

Auf Rang drei pilotierte Hausherr Jörg Naeve die von Manfred von Allwörden (Grönwohld) gezogene Holsteiner Stute Be Aperle, mit der er zweiter im Großen Preis von Dubai geworden war. An der Clarimo-Tochter ist er zu einem Viertel beteiligt. „Die Besetzung ist top, es läuft alles rund, so macht es Spaß“, sagte der Profi, dessen Sohn Robin  - noch bis September bei dem niederländischen Olympiasieger Jos Lansink in Belgien im Stall – in der Youngster-Tour mit ZZ Top Zirkonia auf einen veritablen zehnten Rang kam. Begeistert war auch Parcourschef Marco Hesse (Leipzig): „Die Bodenverhältnisse waren perfekt“, so der Mann, der zuletzt in Tasdorf aufgebaut hat und am Sonntag in Ehlersdorf ein Dutzend Reiter in seinem Stechparcours zählte. Laut seiner Statistik sind im Großen Preis „überall Stangen gefallen, außer an Sprung eins – wie es sein soll.“

Einige Reiter sind  - ohne nennenswerte Folgen - ebenfalls zu Boden gegangen: Darunter Evi Bengtsson (Itzehoe), die nach dem letzten Sprung im Stechen aus dem Sattel fiel – mit La Pasion de Caballo Ulika hinter Ehemann Rolf-Göran mit Ermindo W auf Rang fünf landete und den Sonderehrenpreis für die erfolgreichste Amazone verliehen bekam.

Einen Kleinwagen nahm der erfolgreichste Reiter des dreitägigen Turniers, Jens Baackmann, mit ins heimische Münster. Der 33-Jährige, der mit Jörg und dessen Bruder Volkert Naeve befreundet ist, lobte nicht nur aufgrund seiner eigenen Top-Platzierungen die Bedingungen des „Turniers von einem Reiter für Reiter“: Er wurde mit der Westfalen Stute Carmen am Sonntag siebter im Großen Preis und am Sonnabend erster im Holsteiner Masters Springcup.  Jessica Bunjes