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14.05.2018 08:09 Age: 214 days

Deutschen Dressur Derby in Klein Flottbek


Hamburg.  „Ich bin sprachlos, kann es kaum glauben.“ Die finnische Dressur-Olympiareiterin Emma Karnerva wurde gestern Mittag in Klein Flottbek bei hochsommerlichen Temperaturen mit dem begehrten Blauen Band dekoriert: Die 32-Jährige ist die 60. Siegerin in der Geschichte des Deutschen Dressur Derby in Klein Flottbek – traditionell auf internationalem Niveau als Dreier-Finale mit Pferdewechsel ausgeritten.

Nach einem dritten Platz mit Hannoveraner Heartbreaker in der Vier-Sterne-Qualifikation, Grand Prix de Dressage, ließ die in Schenefeld beheimatete und bei Jürgen Böckmann im Reitstall Klövensteen arbeitende Profi-Reiterin am Sonntag ihre Mitbewerber Jan-Dirk Gießelmann (Barva / Niedersachsen) und die gebürtige Australierin Kristy Oatley hinter sich. Die in Lütjensee lebende Oatley hatte mit dem De Niro-Sohn De Soleil den Grand Prix gewonnen, im Derby-Finale mit Pferdewechsel jedoch auf das Pferd ihrer Tochter Rose, Qualia, gesetzt. „De Soleil hat in den kommenden Wochen noch einige anspruchsvolle Stationen vor sich, daher haben wir ihm die Anstrengung erspart“, so die 39-Jährige.

„Qualia wird zuhause mehr von meiner Tochter geritten, als von mir. Er ist ein echtes Familienpferd, wir haben ihn und seine Mutter selbst gezogen“, verriet die Reiterin über den Quando-Quando-Sohn, mit dem sie in der Qualifikation auf Rang 18 gekommen war.

 

Jan-Dirk Gießelmann war als Zweitplatzierter doppelt stolz: Sein Wallach Real Dancer war nach drei Ritten bestes Pferd des Derbys – damit gewann der Vierbeiner ebenso viel Geld wie die Derby-Siegerin: 7000 Euro: „Ich bin auf uns beide stolz, er war super drauf“, so der Pferdewirtschaftsmeister, der nach zweimaligem Pferdewechsel über die Vierbeiner seiner Konkurrentinnen begeistert verriet: „Es war toll, auf ein fertiges Grand Prix-Pferd zu steigen – das ist etwas Besonderes.“ Siegerin Karnerva, die für ihren Sieg 7000 Euro und für den zweiten Platz ihres Vierbeiners Heartbreaker noch einmal 5000 Euro Prämie heim ritt, gab zu: „Ich bin die Prüfung von der Spaßseite angegangen, das war genau richtig.“

 

Mindestens so zufrieden war der Dressur-Koordinator Rainer Schwiebert (Kattendorf), der zuvor mit Helenenhofs Catoo im Grand Prix Freestyle sechster und im Grand Prix seines Helenenhofs siebter geworden war: „Wir haben das Dressur-Areal großzügiger gestaltet und so noch mehr Zuschauer als in den Vorjahren gehabt. Es war eine regelrechte Oase des Dressursports.“ Turnierchef Volker Wulff versprach dann auch: „Es wird das 70. Dressur Derby geben – die Dressur ist unsere Aufgabe für die Zukunft.“ jem